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3. Oktober 2017

Von halben Sachen und der Wiederentdeckung des Moments


Der angefangene Abwasch liegt seit sieben Stunden in mittlerweile kaltem Wasser. Eine halbe Tasse Morgenkaffee finde ich bei einem Toilettengang im  Bad wieder. Der Teebeutel hängt noch immer trocken in der Kanne. Das Wasser dafür hat im Wasserkocher wieder Ausgangstemperatur angenommen. Während ich das Kind über dem Waschbecken abhalte, sehe ich im Spiegel, dass ich noch immer den zerzausten Zopf von letzter Nacht trage. Bei der Gelegenheit senke ich den Blick Richtung Brust, um zu schauen, ob ich die wenigstens wieder eingepackt habe nach dem letzten Stillen. Alles in Ordnung. Das Szenario, eines Tages dem Postboten zu öffnen und ihm unbemerkt meine beiden oder mindestens eine unbedeckte Brust hinzuhalten, schwirrt immer wieder angsteinflößend durch meinen Kopf. Kopf ist ein gutes Stichwort. Dem fallen nämlich die Haare aus. Der Hormonumschwung lässt grüßen. Überall in der Wohnung liegen meine Haare rum und erinnern mich, dass ich theoretisch mal wieder putzen müsste. Ein guter Anfang wäre es aber schon, die vollgekackte Mullwindel wegzuräumen, die ich beim letzten Wickeln zur Sicherheit aller erst einmal zur Seite legte mit dem Vorhaben, sie zeitnah auszuwaschen. Auf die Frage meiner Mutter am Telefon, um welche Uhrzeit wir denn am Wochenende erscheinen würden, kann ich nur pokernd eine Zeitspanne nennen und weiß gleichzeitig auch, dass wir wohl wieder eher fahren werden, als wir wollen, da unser Kind einfach keine Lust hat woanders als in ihren heimischen Gefilden zur Ruhe zu kommen. Meine Was-ich-noch-alles-nähen-will-Liste füllt sich immer mehr und die bereits gekauften Stoffe sowie die neue Nähmaschine kommen einfach nicht zum Einsatz. Versprechen, die ich gegeben habe, muss ich aufschieben. Und auch im Flur unserer Wohnung wird ständig etwas hin- und hergeschoben, denn dort horten sich die Dinge, die wir noch bauen, wegbringen, aussortieren etc. wollen.
Und ganz nebenbei liegt seit Monaten auch noch ein Blog brach, für den ich eigentlich ein großes Herz und massig Ideen habe.

3. Mai 2017

Von einem Babyquilt und vom Liegen in der Schwangerschaft (ein paar Tipps)


In ein paar Stunden oder Tagen wird, so Gott will, unser drittes Kind zur Welt kommen. Damit geht eine anstrengende Phase zu Ende, denn durch starke Schmerzen konnte ich die letzten 5 Monate nur liegen und sitzen und habe selten die Wohnung verlassen können. Immer wenn ich für längere Zeit stand, habe ich bald danach Unterleibkrämpfe bekommen, die kaum auszuhalten waren. Daher hieß es: schonen, schonen, schonen.

Anfangs ist das ja noch ganz nett. Endlich hat man die Möglichkeit, mal so richtig ohne schlechtes Gewissen auszuspannen, auf der Couch zu liegen, zu lesen, alles zu machen, bei dem man sich sonst faul gefühlt hat. Aber nach einiger Zeit wird das ganz schön langweilig. Alle, mit denen man telefonieren könnte, oder die einen besuchen könnten, arbeiten normalerweise tagsüber, und irgendwann will man einfach auch mal wieder etwas Sinnvolles beitragen. Da ich schon in der ersten Schwangerschaft starke Beschwerden hatte (in der zweiten dafür Gott sei Dank überhaupt keine), wusste ich zumindest schon einmal, wie man es nicht macht. Damals ging es mir psychisch nämlich echt schlecht, und die Fehler wollte ich nicht wiederholen.

Deswegen habe ich euch heute, bevor ich euch den neuen Quilt zeige, ein paar Ratschläge mitgebracht, wenn ihr in einer ähnlichen Situation seid und die Zeit gut hinter euch bringen müsst.

26. April 2017

Kinderkriegen ist teuer!? oder: 10 + 1 Tipps gegen diese These



„War das geplant?“ Ein Satz, der in letzter Zeit häufiger fiel.

Januar 2016. Mein Bauch wächst. So langsam macht die frohe Kunde, dass wir Eltern werden die Runde. Da schießt es einigen in den Kopf: Aber wollte ihr Mann dieses Jahr nicht wieder ins Studium einsteigen? Ganz genau, das wollte er und will er noch immer. Wir wollen es. War die Schwangerschaft denn dann geplant? Und auch hierauf ein klares Ja von uns beiden. Ja, wir wollen ein Kind und das gern parallel zum Studium.

An diesem Punkt ist das Gespräch meist beendet. Die Gedankengänge des Gegenübers aber zu erahnen: Wie wollen die sich das leisten? Kinder kosten Geld. Ob die sich das gut überlegt haben?

31. März 2017

Baby-Quilt (oder das Projekt, das wirklich fertig wurde!)

Freunde, kennt ihr das? Ihr habt Freude am Kreieren, Lust am Schaffen und Ideen, wie Durchfall und ... viele, viele unvollendete Projekte.

Bitte sagt mir, dass ich damit nicht alleine bin!

Auf der einen Seite weiß ich, dass nicht jede Idee "geboren" werden muss, dass mein Tag auch nur 24 Stunden hat und dass ich tatsächlich auch nicht jede auf dieser Erde wandelnde Methode beherrsche (Teppichweben, anyone?!). Aber zu viele Kreativ-Leichen machen mich doch etwas traurig und das Gefühl eines vollendenten, fertiggestellten Projekts ist umso großartiger!


23. Februar 2017

Erfahrung Fehlgeburt: Wie wir getragen wurden und was uns wirklich geholfen hat

Lange habe ich überlegt, ob ich über meine Erfahrung überhaupt schreiben soll. Ist es vielleicht zu persönlich, will das überhaupt jemand lesen? Doch mittlerweile weiß ich von so vielen Freundinnen, die das gleiche bereits durchlebt haben, und ich finde es so traurig, dass es doch irgendwie jeder mit sich selbst (und dem Partner) ausmachen muss. Mir hilft es sehr, zu wissen, dass ich nicht alleine bin mit dieser schmerzlichen Erfahrung, und deswegen möchte ich euch heute von meinem Erlebnis erzählen. Bitte verzeiht, dass ich heute keine schönen Bilder mitgebracht habe, aber vielleicht lest ihr den (langen) persönlichen Text ja auch so. Ich hoffe, dass er helfen kann oder Anstoß gibt, selbst darüber zu sprechen, es gibt keinen Grund sich dafür zu verstecken oder zu schämen.

Nach unserer Hochzeit vor fast fünf Jahren wussten wir bereits, dass wir gerne bald Eltern werden wollten. Es dauerte nicht lange, da hielt ich den positiven Schwangerschaftstest in der Hand. Wir freuten uns riesig. Natürlich waren da auch Ängste, wie unsere Umwelt reagieren würde, schließlich waren wir beide noch Studenten, aber wir waren sicher, dass wir es schaffen würden.

21. März 2016

Warum ich meiner Großen das Schlafen beibringen musste und was ich bei der Kleinen anders gemacht habe, um ihr das zu ersparen


Heute möchte ich auf einen Kommentar reagieren, der zu einem Post geschrieben wurde, der schon einige Zeit zurückliegt:

9. Oktober 2015

Familienalltag // Klare Ansagen! Oder: Wie erziehe ich bloß meine Tochter?

Meine Große hat zur Zeit ein so gesundes Selbstbewusstsein, dass es sie nur mittelmäßig beeindruckt, wenn ich ihr ganz ernst sage, dass dieses oder jenes nicht geht. Dass sie bitte sitzenbleiben soll auf ihrem Stuhl, statt aufzustehen und über den Tisch zu krabbeln (kleiner Wink an einen guten Freund: Das hat sie bestimmt von dir, weil du mit ihr vor Monaten das Über-den-Tisch-Laufen geübt hast... nur Spaß). Auch soll sie dann unsere Lampe überm Tisch "nur gucken, NICHT anfassen". Manchmal könnte ich genauso gut nichts sagen. Vor wenigen Wochen habe ich mir sogar einen Ratgeber gekauft. Das allerdings in erster Linie, weil ich einen Trick wissen wollte, wie ich ihr das Baden erleichtern könnte. Im Sommer haben wir nämlich beim ersten Freibadbesuch eine Dreiviertelstunde am Beckenrand gesessen, um ihren Fuß(!) ins Wasser zu bekommen... Zu diesem Thema fand ich dann leider nichts Hilfreiches (immer her mit euren Ratschlägen), aber der Rest klang in Puncto Erziehung sehr vielversprechend. Beispielsweise so klar wie möglich auszudrücken, was man von dem Kind möchte, und nicht nur sagen, was man nicht möchte. Also, klassisches Beispiel, "Bleib auf dem Bürgersteig" statt "Nicht auf die Straße!". Oder "Sitzenbleiben/Hinsetzen!" statt "Nicht hinstellen!" Vieles habe ich davon übernommen, aber so richtig juckt das meine schlaue Eineinhalbjährige nicht. Sie grinst dann bloß breit oder "überhört" es einfach. Vielleicht ist es einfach das Alter, in dem man gerne ausprobiert, was man alles so darf und was nicht. Und wenn man heute was nicht darf, heißt das ja schließlich nicht, dass es morgen genauso sein muss... Oder?

Allerdings hat mir das Wissen aus dem Buch heute einen sehr schönen Lichtblick mit der Großen verschafft und wieder einmal gezeigt, dass Kinder uns wirklich beim Wort nehmen. Ohne das Wissen aus dem Buch wäre es mir vielleicht gar nicht aufgefallen. Als nichts mehr half und die eingeladene Freundin und ich uns keinen vollständigen Satz lang mehr unterhalten konnten (das werden viele Mütter wahrscheinlich auch kennen), nahmen wir die Kinder und gingen raus. Ich zog meiner Großen absichtlich keine Schuhe an. Sie trug warme Socken, es war sehr mild und nur für den Kinderwagen Schuhe anziehen und hinterher wieder ausziehen... Nee. Sie sollte ja nicht rumlaufen, das hätte ich heute nicht hinbekommen. Mit der Kleinen im Tragetuch, zu wenig Schlaf und einem sehr aktiven Kind, das wahrscheinlich nicht hätte wieder einsteigen wollen. An der Kanalpromenade. Nein. Emilia machte aber nach einiger Zeit deutlich, sie wolle aussteigen und laufen. Ich erklärte ihr, dass sie nur Socken anhabe, ich keine Schuhe für sie dabei hätte und sie deswegen nicht herumlaufen könne. Daraufhin zog sie sich einen Socken aus, zeigte wieder auf den Weg und auf ihren Gurt und nickte eifrig. Dass sie ohne Socken auch nicht herumlaufen dürfte, hatte ich ihr schließlich nicht gesagt...


So sehr ich über dieses Erlebnis auch noch immer grinsen muss, frisst es so langsam doch an meinen Nerven, dass ich an so vielen Enden an meine Grenzen stoße. Körperlich regelmäßig mittags und abends total erschöpft, das Hin und Her zwischen den Kindern, die Erziehung der Großen, die Gedanken darüber, ob die Kleine zu oft nur nebenher läuft, daneben noch ein Haushalt, der gemacht werden möchte und das Gefühl, zu nichts mehr für sich selbst zu kommen. Und da heute mal wieder alles noch anstrengender war und (gefühlt) die ganze Welt gegen mich, wollte ich mich eigentlich mit diesem Post bei euch ausheulen und mich selbst bemitleiden.


Gott sei Dank hat mich mein Mann angerufen und mein Frustablassen unterbrochen - was dann leider dazu führte, dass er alles abbekam. Er sagte mir richtigerweise, dass wir seine Pause auf der Arbeit so nicht verbringen sollten, ich mal ruhig durchatmen sollte, um dann zielführender weiterzureden. Dem stimmte ich zu, um dann nach einem dicken ABER weiterzuschimpfen. Oh je... Gott sei Dank habe ich einen sehr geduldigen Ehemann, der sich mein Durcheinanderwerfen von Fakten anhört und dann richtig stellt und mich zur Besinnung bringt. Ich rede nämlich zu wenig. Glaubt man kaum, so als Frau. Aber ich denke mir meist nur meinen Teil, ziehe Schlüsse und handle dann entsprechend, ohne auch nur ein Wort mit ihm darüber geredet zu haben, ob das so überhaupt Sinn macht.

Wenn er zum Beispiel sagt "Ich muss dann und dann auf der Arbeit sein und würde gerne vorher noch warm essen", denke ich, ich müsste dafür sorgen, dass er das kann, und auch Mittagessen kochen, ihn zeitig wecken, ihm die Kinder vom Hals halten usw. Habe aber nebenher noch weitere Aufgaben in meinem Kopf, die gemacht werden wollen, die ich meinem (gerade sehr viel) arbeitenden Mann nicht auch noch aufdrücken will. In meinem Kopf entsteht dann aber schon wieder Panik, das alles nicht zu schaffen, weil das zeitlich gar nicht zu schaffen ist. Noch weiß mein Mann aber gar nichts von den Aufgaben (könnte er sich ja schließlich denken...), wenn ich ihm dann vorwerfe, dass das alles überhaupt nicht geht, sich alles nur um ihn dreht und er NIE (dieses Wort sollte man aus einem Streitwortschatz streichen, genau wie immer...) an mich denkt. Wie auch, wenn ich ihm gar nichts von mir erzähle und nicht mit ihm nach Lösungen suche, sondern nur für ihn und uns entscheide und dann überfordert bin. Ihm vorwerfe, dass er mich überfordert, obwohl er mir gar keine Aufgaben zugewiesen hat. Ich habe mal zum Thema Kommunikation ein Seminar mitgemacht, da ging es auch um Menschen, die aus allem einen Appell heraushören...

Jedenfalls haben wir dann am Ende doch einen gemeinsamen Plan gefunden, den Alltag zu schaffen mit den Kindern, mit dem wir beide gut zurechtkommen. Weil wir beide gesagt haben, was uns wichtig ist, und dann gemeinsam nach Möglichkeiten gesucht, das in Einklang zu bringen. Und der Plan ist ziemlich gut, finde ich. Ab morgen wird er praxiserprobt.


Ich bin Gott sehr dankbar für diese Wendung des Abends. Wie gut zu wissen, dass Gott uns in Jesus vergibt, auch immer und immer wieder für die gleichen Verfehlungen. Und wie gut, dass er uns Stück für Stück in bessere Menschen verwandeln kann, unsere Herzen verändert, uns schleift, damit wir zu funkelnden, reinen Diamanten werden können. Einfach nur, wenn wir uns ihm hingeben. Und Gott, danke für meinen großartigen Ehemann. Und danke für unsere Kinder. Ich weiß, dass sie am Ende einen guten Weg gehen werden, weil du ihr Leben in deiner Hand hältst. Und danke, dass du mir trotz aller Anstrengungen so viel Liebe für sie schenkst.


Wie geht es euch? Erlebt ihr gerade ähnliche Zeiten? Wie geht ihr damit um?

28. September 2015

Familie // Aus drei werden vier

Von Janine

Vor mittlerweile etwas mehr als acht Wochen kam unsere zweite Tochter, Leonie, zur Welt. Ziemlich genau eineinhalb Jahre nach Emilia.

 
Die Kleine ist eine wundervolle Ergänzung zu uns anderen dreien. Die Große hat mich schon begeistert, aber mich erstaunt noch mehr, wie unterschiedlich und dennoch in sich großartig Geschwister sein können, schon in so jungem Alter. Gott macht einfach jeden Menschen wunderbar einzigartig. Mimi (so sagt Emilia neuerdings zu sich selbst) ist unser kleiner Wirbelwind. Sie schläft viel, aber sobald sie wach ist, geht das Abenteuer los. Keine Tür kann geöffnet werden, ohne dass sie es mitbekommt und schon drin ist. Es wird auf alles draufgeklettert (da bin ich mittlerweile ziemlich gelassen, weil sie es wirklich gut kann) und ihre Neugierde besiegt mit Regelmäßigkeit jedes Verbot. Nachdem ich gelernt habe, dass Verbote auch gar nicht immer so sinnvoll sind, versuche ich jetzt, ihr viele Dinge zu ermöglichen, ohne sie dabei in Gefahr zu bringen. Aber sie ist, und so liebe ich sie ja auch, in vertrauter Umgebung laut und wild.

Unsere Kleine hingegen ist schon jetzt unheimlich ausgeglichen und genügsam, sehr zufrieden und beobachtet einfach. Manchmal habe ich ein schlechtes Gewissen, wenn ich ihr, zwar auf meinem Arm, wenig Aufmerksamkeit schenken kann, weil Emilia sie voll und ganz in Anspruch nimmt. Wenn ich dann hinunterschaue, strahlt mich ein wunderschönes Gesicht an, bis über beide Ohren.

Was mich nur noch mehr rührt, ist wie fürsorglich die Große mit ihr umgeht. Einmal hat sie sich ein Handtuch unters Kinn geklemmt und wollte sie entgegennehmen. Wenn sie weint, ist sie die erste, die vor ihrem Zimmer steht, oder mir bescheid gibt, wenn ich es selbst noch nicht mitbekommen habe. Sie besteht darauf, sie sofort mit in den Fahrradanhänger zu setzen und macht "Ei" und hält ihre Hand, wenn sie weinen muss. Leonie muss auch morgens immer mit in ihr Bett gelegt werden, damit sie in ihrer Nähe ist. Und das mit gerade mal 20 Monaten. In solchen Momenten könnte ich weinen... :-)


Dass ich in letzter Zeit aber noch nicht einmal die Nase vor den Laptop bekam, lag eher an der Umgewöhnung mit neuer Wohnung, neuem Arbeitsplatz, neuer Umgebung und damit der fehlende Alltag. Das fängt damit an, dass wir noch nicht so viele Leute kennen, noch nicht wissen, wo wir gerne und gut und wann einkaufen, wo schöne, kleinkindgerechte Spielplätze sind, usw. Nebenbei wollen auch noch einige Kartons ausgepackt und die Wohnung weiter fertig gemacht werden. Es hängen noch einige Baustellenlampen, der Kühlschrank hat noch keine Verblendung, ebenso wie der Geschirrspüler.

Aber es wird. Und ich freue mich dann einfach an dem, was wir schon haben. Nach mehr als 5 Jahren von Hand spülen ist ein Geschirrspüler DIE Erleichterung im Alltag. Und des Ein- und Ausräumens sind wir auch noch nicht überdrüssig geworden.

Manchmal verrenne ich mich ganz schön. Dann denke ich, oh nein, ist unsere Wohnung dreckig. Die saubere Wäsche ist immer noch nicht im Schrank. Und die dreckige türmt sich. Nebenbei weinen zwei Kinder gleichzeitig, von denen ich kaum Verständnis für meine Überforderung erwarten kann. Die trotzdem essen und spielen wollen bzw. gestillt und rumgetragen werden wollen. Alles gleichzeitig, und niemand putzt mir meine Fenster.

Dann versuche ich auf das zu schauen, womit Gott uns segnet, und das überwiegt bei weitem die Probleme. Und wenn mir alles zu viel wird, schnapp ich mir die Kinder und gehe raus. Das wirkt Wunder!

Ich würde gerne in der nächsten Zeit mehr über das schreiben, was unseren Alltag ausmacht. Wie wir ihn meistern oder auch nicht meistern, was uns beschäftigt.

Wie geht es euch im Alltag? Und habt ihr vielleicht ein paar Tipps fürs Ankommen in einer neuen Stadt? Wie habt ihr Anschluss gefunden?

18. Mai 2015

Am Ende kommt alles anders...

... als man denkt. Das trifft hier gerade auf fast alles zu. Unsere Umzugsplanung verändert sich derzeit fast täglich und der "große Tag" verschiebt sich immer mehr nach vorne, sodass kaum noch Zeit für anderes übrig bleibt.

Ich bin nur noch dabei, die To-Do-Listen abzuarbeiten und immer wieder zu aktualisieren, um dann festzustellen: Oh, dieses oder jenes hätten wir nach dem neuen Zeitplan schon vor ... erledigt haben sollen.

Jetzt ist endlich der Nachsendeauftrag an die Post erteilt, alle anderen muss ich noch informieren. Hier anrufen, da anrufen, mit dem alten Vermieter und dem Nachmieter reden, alles für die Renovierung der neuen Wohnung regeln und das alles am besten gestern.

Und meine große Maus fordert meine Aufmerksamkeit. Gerade werden die letzten Male die Krabbelgruppen besucht und Abschied genommen (Memo an mich selbst: Kamera mitnehmen).

Die Maus hatte leider in den letzten Tagen auch nicht so ihre beste Zeit. Erst hat sie sich nachts und morgens übergeben - wegen einer "Überdosis" kaum zerkauter Trockenpflaumen, die sie in die Finger bekommen und genüsslich gegessen hat. Meine Mama meinte im Nachhinein, da müsse ich mich auch nicht wundern. Anfängerfehler... ;-) Danach hat sie leider normales Essen verweigert oder nur zerpflückt und sich quasi nur von Milch, Joghurt und Erdbeeren ernährt, und das erste "richtige" Essen danach hat sie - Überraschung - nicht vertragen.

Heute früh gab es dann erstmal nach Brotverweigerung eine Laugenstange, die hat sie gut vertragen und aufgegessen. Mal sehen, wie es weiter geht in den nächsten Tagen. Habt ihr eigentlich ein paar Tipps für mich zum Umziehen mit Kleinkindern und Kind im Bauch?

Zwischendrin schnipple und nähe ich noch ein wenig und arbeite an der Challenge. Mein Probestück ist fertig, leider noch zu klein, aber ein paar Einblicke möchte ich euch geben. Heute Abend werden dann wahrscheinlich die Originale angeschnitten.



Na, habt ihr eine Ahnung, was es wird? Die Stoffe sind von Tante Ema, gekauft habe ich sie in der Restestube hier in Bayreuth. Sehr hübsches Design finde ich, wenn man laute Farbkombinationen mag. Bei mir kommt es drauf an, wofür ich die Stoffe gebrauchen will - mal laut, mal dezent.

Ich hoffe, bei euch stürmt es gerade im Leben nicht so sehr. Aber seltsamerweise werde ich immer ruhiger, je mehr der Sturm tobt. Ich glaube, das kann nur Gott bewirken und mein Vertrauen auf ihn. Denn ich weiß, dass seine Pläne gut und vollkommen sind, und sie sich am Ende durchsetzen werden. Denn:

Ein Mensch kann viele Pläne schmieden, doch der Wille des Herrn wird sich erfüllen. (Sprüche 19, 21)

22. April 2015

Genähtes aus der letzten Zeit

In der letzten Zeit war ich fleißig an der Nähmaschine. Was dabei so rumgekommen ist, möchte ich euch heute zeigen.

Als erstes Jersey-Projekt überhaupt habe ich meiner Tochter diese Erdbeer-Tunika genäht. Den Stoff hatte ich schon letztes Jahr gekauft (damals noch im Glauben, ein halber Meter reiche locker...). Mit dem halben Meter kam ich gerade noch hin, so schnell wächst das Kind. Der Schnitt stammt aus der Ottobre 1/2015. Genäht habe ich die Tunika in Gr. 74, fällt aber eher aus wie Gr. 80.


Für den Bauchnachwuchs gab es dann auch schon etwas. Meine Mama hat mir im letzten "Care-Paket" einen tollen Biojersey mitgeschickt, aus dem ich dann einen Overall genäht habe. Ob er als Schlafanzug dient oder so getragen wird, weiß ich noch nicht. Der Schnitt stammt von Minikrea. Allerdings fällt er am Rumpf seeeehr lang aus, gerade im Vergleich mit den anderen Proportionen und mit anderen Kleidungsstücken in der Größe. Ich befürchte, dass da beim Schnittmuster was nicht passt. Ich werde jedenfalls aus der Mitte nochmal etwas wegnehmen müssen und etwas auf dem Schnittmuster herumwerkeln, fürs nächste Mal.


Für mich war auch etwas dabei. Meine letzte Schwangerschaft fiel eher in die Wintermonate, sodass ich die Umstandsmode bei den immer wärmer werdenden Temperaturen nur noch bedingt anziehen kann. Also habe ich mir beim letzten Heimatbesuch einen Altrosa-Bordeaux-Ringeljersey mitgenommen und daraus ein Umstandskleid genäht. Verwendet habe ich das Schnittmuster Toni von Milchmonster in der Variante Babydoll (selbst begradigt) und mit Brustabnäher.


Am aufwändigsten war jedoch der neue Sommerhut für meine Tochter. Ich habe sehr viel daran gelernt: Zum Beispiel, dass man den Stoff richtig sorgfältig bügeln sollte vor dem Zuschneiden. Auch, dass man richtig sorgfältig das Schnittmuster übertragen sollte, bevor man den Stoff zuschneidet. Und dann, dass man erst anfängt zu nähen, wenn man jeden (anstehenden) Schritt der Anleitung wirklich verstanden hat, und nicht einfach nach eigenem Gutdünken (?) loslegt. Das spart viel Auftrennen.



Naja. Aber der Hut ist fertig und darf außer im Haus nicht mehr abgesetzt werden. Das freut mich sehr, denn ansonsten gehört meine Große zu den Kindern, die ohne Bänder weder Mützen noch Hüte auflassen. Die kleinen Tricks, die ich anwenden musste, damit ich den Hut überhaupt mit meinen Zuschneidefehlern zusammennähen konnte, fallen im Alltag auch kaum mehr auf. So gibt es jetzt halt ein paar Fältchen am Hinterkopf und die Nähte treffen nicht wirklich schön aufeinander. Aber was soll's, die Maus stört es nicht :-)



Der rosane Stoff ist von Gütermann aus der Serie Summer Loft, auch im letzten Jahr gekauft (eigentlich für etwas anderes...). Der Schnitt ist kostenlos, von Schnabelina ("Mix it" mit Diva-Krempe). Er ist sehr gut beschrieben und bebildert und kann mit etwas Geduld gut nachgenäht werden. Man beachte dabei allerdings, was ich oben zu meinen Fehlern gesagt habe, dann wirds auch was. Und man sollte es nicht als erstes Nähprojekt angehen, sondern schon ein wenig Erfahrung mitbringen.


Insgesamt gefällt uns (!) der Hut aber so gut, dass ich bestimmt nochmal eine andere Variante nähe. Die kaufbaren Hüte sind nämlich entweder nicht so schön oder haben keine Bindebänder mehr. Ich habe noch kein Kind gesehen, dass einen Hut dauerhaft auf seinem Kopf lässt, wenn er nicht festgebunden ist. Oder der Wind erledigt das selbst...

19. Januar 2015

Ein paar Lebenszeichen meinerseits...

Auch ich melde mich zurück. In letzter Zeit In den letzten Monaten war privat so viel los, dass ich nicht dazu gekommen bin, zu schreiben.
Es ist nicht so, dass ich nicht gebacken hätte. Entweder die Kuchenversuche waren misslungen, oder so schnell aufgegessen, dass ich keine Chance hatte, sie in fotografischer Form festzuhalten. Es ist auch nicht so, dass ich nicht von meiner Tochter hätte berichten können. Sie läuft jetzt schon und wird am Wochenende ein Jahr alt, und jeden Tag begeistert mich etwas Neues an ihr. Und es ist auch nicht so, als hätte ich nicht Großartiges mit Gott erleben dürfen, dass ich gerne mit euch geteilt hätte.

In den meisten Fällen bin ich abends einfach nur noch platt ins Bett gefallen. Ich habe ehrlich gesagt völlig unterschätzt, wie anstrengend es ist, Mutter zu sein. Das lehrt mich übrigens sehr große Dankbarkeit gegenüber meiner eignenen Mama, die mit mir im ersten Jahr ein weitaus weniger pflegeleichtes Kind hatte als ich es habe.

Aber Mamas Gehirn darf einfach nie abschalten. Ein Auge ist immer beim Kind, gerade wenn es eine neue Bewegungsmethode erlernt hat oder gewachsen ist, und bisher unerreichbare potenziell gefährliche oder zerbrechliche Dinge auf einmal in den Wirkungskreis rutschen. Und den ganzen Tag nur auf das Kind achten geht nicht - andere Aufgaben rufen, die nicht mehr ohne weiteres erledigt werden können, denn das (erste) Kind ist immer da, wo Mami ist. Auch der nette Kaffeeklatsch mit den anderen Müttern ist keine wirkliche Pause, denn dann muss man sich auf Kind und Gespräch gleichzeitig konzentrieren - was nicht heißt, dass ich nicht die Gesellschaft mehr als schätze, der Austausch ist einfach Gold wert und sehr beruhigend, denn jede Mama kocht doch nur mit Wasser.

Trotzdem ist es das schönste, was ich mir vorstellen kann, Mama zu sein.

Im letzten Jahr durfte ich viel lernen, teilweise mit vielen Tränen. Weil ich selbst zu viel von mir erwartet habe. Weil ich meine zur Verfügung stehende Zeit und Kraft völlig überschätzt habe. Und weil ich zuviele Aufgaben angenommen oder selbst kreiert habe. Ich muss auch sagen, dass Blogs zu lesen, ohne die nötige Distanz zu wahren, schnell dazu führt, dass man nur auf das schaut, was andere können und schaffen, auch als Mütter. Und wenn man viele Blogs liest, kommt man auch schnell zu dem Bild, dass es DIE perfekte Mama gibt, die in jeder kleinen Pause superfleißig Haushalt, Handarbeiten, Backen, Einkochen und so weiter hinbekommt, und das ganze auch noch wunderschön zu dokumentieren und zu veröffentlichen weiß. Am besten noch neben der Arbeit.

Wie gesagt, ich habe dazu gelernt und bin nun viel entspannter. Mich lähmt nichts mehr als ein schlechtes (falsches) Gewissen. Daher werde ich 2015 bedachter meine Aufgaben wählen und lernen, Nein zu sagen, auch zu mir selbst, wenn ich mir selbst zuviel aufhalse. Und ich werde dabei immer wieder auf Gott schauen und ihn fragen, welche Aufgabenfelder wirklich für mich gedacht sind. Denn Jesus sagt in Matthäus 11, 28-30:

Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken. Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen! Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht.

Das habe ich schon so oft selbst erleben dürfen, und doch habe ich es genauso häufig wieder vergessen. Aber wir sind ja auf dem Weg und dürfen wachsen. Das ist eines meiner Vorsätze für 2015, mich nicht selbst zu beladen mit einem schweren, harten Joch.

Wie euch sicher aufgefallen ist, hat es die Seite endlich zu einem neuen Outfit gebracht - wie gefällt es euch?

Eine gesegnete Woche euch allen,


11. September 2014

Backen mit Baby

Nein, der Kuchen ist natürlich nicht fürs Baby gedacht. Aber wie ihr wahrscheinlich mtbekommen habt, ist es in der letzten Zeit etwas stiller geworden. Das lag einerseits daran, dass wir im Urlaub waren, und andererseits daran, dass meine Maus anspruchsvoller geworden ist in der täglichen Fürsorge, und mir kaum bis keine Zeit lässt zum Backen - geschweige denn bloggen. Sie schläft tagsüber nicht mehr viel und wird von den Rührergeräuschen wach. Außerdem ist sie superflink beim Krabbeln und zieht sich auch schon überall hoch - dabei sieht man ja schließlich mehr. Leider ist der beleuchtete und sehr heiße Backofen ihr Favorit in der Küche, was das Anfassen angeht.
Ich habe schon einiges versucht. Bevor ich allerdings dazu kam, war ich meistens deprimiert, weil ich dachte, ich könnte nichts mehr machen, aus Rücksicht zu meiner Kleinen. Sie ist sehr geräuschempfindlich und Mama-bezogen, und ich möchte ihr auch nicht zu viel zumuten. Aber Gott holt mich in solchen Sitationen dann doch immer heraus, schenkt mir Geduld und einen klaren Kopf und ein paar Ideen, wie sich die Situation für beide Seiten gut regeln lässt.

Variante 1: Kind in den (rausfallsicheren) Hochstuhl und zuschauen lassen

Meine Maus hat einen unheimlichen Bewegungsdrang, aber solange sie etwas zu tun und zu sehen hat, ist sie zufrieden. Da es morgens beim Wohnung Saugen auch schon prima geklappt hat, sie vom Hochstuhl aus zuschauen zu lassen, dachte ich, es ginge bestimmt auch beim Backen.

Bedacht hatte ich allerdings nicht, dass unsere kleine Wohnung relativ schnell gesaugt ist, während das Zubereiten eines Kuchens doch etwas mehr Zeit in Anspruch nimmt. So wurde sie bald ungeduldig und wollte aus dem Hochstuhl raus, was sie lautstark mitteilte. Auf den Arm nehmen konnte ich sie nicht, und in ihrem Zimmer spielen mit dem lauten Geräuschpegel wollte sie nicht. Ziemlich gestresst, mit immer mehr im Hochstuhl jammernden Kind, brachte ich irgendwie den Kuchen in den Ofen - und vergaß ihn am Ende ein bisschen zu lang. Das Ergebnis war eine zu dunkle Kruste, ein etwas zu trockener Kern, und zwei gestresste Menschen.

Fazit: Mit meinem Kind funktioniert es nicht, mit anderen vielleicht.

Variante 2: Freundin einladen

Vorgestern war dann eine gute Freundin zu Besuch, um mit uns gemeinsam zu backen. Alles klappte an sich prima, wir nahmen abwechselnd die Kleine und beschäftigten uns mit ihr. Einziger Nachteil war, dass ich ziemlich zeitintensive Rezepte herausgesucht hatte und meine Tochter dann doch wieder Sehnsucht nach ihrer Mama und Hunger hatte. So war ich am Ende doch hin und her gelaufen zwischen Kind und Küche und ganz schön platt.

Fazit: Wenn man davon absieht, dass man sich wegen der lauten Küchenmaschine und der Kommentare der Tochter nicht so richtig unterhalten konnte, war es trotzdem sehr schön. Ich muss mich wahrscheinlich auch einfach noch daran gewöhnen, dass das Leben mit Kindern etwas turbulenter und geräuschintensiver ist.

Variante 3: Ab ins Tragetuch!

Natürlich kann man nicht immer auf andere Menschen zurückgreifen - wie auch heute früh. Meine Tochter war besonders anhänglich, aber ein Kuchen musste auch gebacken werden, unsere Vorräte sind nämlich mal wieder erschöpft. Also, was tun? Ich hatte schon einmal mit ihr im Tragetuch auf meinem Rücken gebacken, aber wenn sie nicht sieht, wo die Geräusche herkommen, ist sie sehr schnell sehr irritiert und unglücklich.

Da wurde ich daran erinnert, dass ich ja noch ein Tragetuch habe, für das Auf-der-Hüfte-Sitzen konzipiert. Also, rein mit dem Kind und los. Einziger Nachteil ist, dass ich effektiv nur meine rechte Hand nutzen konnte, die linke war blockiert.

Zuerst habe ich dieses Mal wirklich alle Zutaten vorbereitet und abgewogen in kleine Schüsselchen gefüllt. Schwierigkeiten hatte ich nur beim Mehl (der Behälter hat sich beim Schütten immer wieder geschlossen) und bei der Butter (Öffnen der Verpackung und Schneiden ohne Festhalten der Butter ist schwierig, aber machbar). Nach dem Vorbereiten bekam die Kleine dann ihr Mittagessen.

Dann habe ich, mit der Tochter wieder auf der Hüfte, nach und nach alles in der Küchenmaschine rühren lassen und bin immer wieder aus dem Raum rausgegangen. Geklappt hat das auf diese Weise wunderbar, und der Rührteig war auch wirklich einer, der den Namen verdient. Dieses Mal habe ich mir auch immer einen Timer gestellt für die Backzeit und verlängerte Backzeit und Auskühlzeit vor dem Stürzen, damit ich auch ja dran denke. Als der Kuchen im Ofen war, habe ich meine Maus dann ins Bett gebracht, wo sie einen ausgedehnten Mittagsschlaf gemacht hat. Und der Kuchen war perfekt :-)

Fazit: Mein Favorit, weil täglich anwendbar!


Ich hoffe, ich konnte euch damit helfen. Oder vielleicht habt ihr noch ein paar Tipps für den Alltag mit Baby oder Kind?

Euch einen gesegneten Tag und lasst eure Stimmung nicht durchs Wetter trüben :-)

7. August 2014

Endlich genäht: Lesekissen und Schnullerbänder



Ein bisschen fleißig bin ich in der letzten Zeit gewesen. Bei Barbara von "Das-mach-ich-nachts" habe ich den Link zu diesen wunderbaren Lesekissen gefunden. Sie sind superschnell zu nähen (Stoffauswahl nicht mitgerechnet), und als Autokissen unschlagbar! Kein schmerzender Nacken, weil man in sich zusammensackt, und keine Beulen am Kopf, weil der Kopf ständig gegen die Scheibe tockt.


Das Grüne hier ist meins, die violette Ausgabe für meinen Mann (nein, er steht grundsätzlich nicht auf lila gepunktet mit Blümchen, aber ich habe irgendwie keine männlichen Stoffe daheim ... und ihm ging es ums Kissen, nicht um die Farbe ;-) )

Die Stoffknochen eignen sich übrigens auch ganz wunderbar zum Entspannen auf der Gartenbank. Leider steht sie bei meiner Mama und ich darf sie nicht mitnehmen... Irgendwann steht hoffentlich einmal eine in unserem eigenen Garten. Bis dahin belege ich die meiner Mama!



Und da die Teile so schnell zugeschnitten sind, sind sie perfekt als Geschenk von einer jungen Mama, die immer nur Abends/Nachts als Schlafersatz oder in der Mittagsschlafzeit statt was anderem nähen kann.

Eine enorme Hilfe beim Zuschneiden im Stoffbruch waren übrigens die Clover Wonder Clips bzw. unspektakulär einfach Stoffklammern genannt. Ich war nämlich mit Mann, Kind, Mama und Papa in Havixbeck beim Stoffsalat. Ein supersuperschöner Laden mit wunderschönen Stoffen und einer supernetten Grete. Ich konnte mich kaum festlegen, noch nicht einmal auf eine Farbrichtung, aber ich hab was gefunden. Die neuen Schätze sind gewaschen, aber ungebügelt, und daher zeige ich sie euch ein anderes Mal.

***

Auch in der letzten Zeit entstanden ist dieses kleine Helferlein. Die Anleitung für die Schnullerkette stammt hierher, super bebildert und auch ruck zuck genäht. Sie eignet sich neben Schnullern auch für die Befestigung von Spielzeug, das sonst schnell mal auf dem Boden landet. Und es spart enorm Zeit, wenn man nicht ständig die Schnuller auskochen muss. Diese Zeit kann man dann beispielsweise zum Nähen, Backen, Bibellesen, Singen, Tanzen, oder an manchen Tagen eben für auch die gute alte Hausarbeit verwenden, wenn mal wieder was liegen geblieben ist zugunsten der täglichen Kinderanimation.



Die Anleitung von Barbara ist wirklich toll, und die Tipps sollte man auch berücksichtigen. Leider dachte ich mal wieder, ich wüsste es besser: "Ach, den Clip muss ich zum Waschen nicht wieder abnehmen können, so oft muss ich das Ding bestimmt nicht waschen und der Holzclip muss das im Wäschebeutel schon aushalten." Tja, typisch unerfahrene Erstmutter. Den Denkzettel dafür bekam ich sofort. Die Maus hat nämlich permanent im Wechsel auf dem Band rumgelutscht und es über den Boden gezogen - wer braucht schon den Schnuller, der daran befestigt ist. Und so musste ich das Bändchen schon nach wenigen Tagen waschen, und der Clips sah danach nicht mehr so schön aus wie vorher.



Vielleicht sieht man das auf dem Bild nicht so richtig, aber die schöne Lasur ist ab. Aber die nächsten Schnullerbänder stehen schon in den Startlöchern, schon allein, weil ich es so häufig verlege. Und dann werde ich den Clip abnehmbar anbringen, so, wie es in der Anleitung steht...


Ein paar andere Dinge müssen noch fertig werden, aber davon berichte ich dann noch.

Stoffe: Aus meiner Restesammlung (Punkte lila und grün) und Tilda (Blümchen und Punkte rosa/pink)
Holzclip:  Heimess

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