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8. Februar 2016

Nähen // Mein Spätwinterprojekt: Frühlingsgarderobe Teil 1 (ich)


Während in anderen Teilen Deutschlands der Wintereinbruch kam und die Blogbeiträge über und über von Fotos im Schnee geprägt waren, konnten wir hier in Münster die Regentage nicht einmal mehr zählen. Nach den sechs Jahren in Bayreuth, in denen ich die kalten und trockenen Winter schätzen und lieben gelernt habe, musste ich jetzt feststellen, dass ich schon ganz vergessen hatte, wie nass es hier ist. Nicht selten regnet es pausenlos von morgens bis abends.


Dieser ganze Regen weckt in mir jedoch eine Sehnsucht nach Frühling, Wärme, Sonne. Vom Markt bringe ich Tulpen mit und nutze wenn möglich jede seltene Sonnenstunde an der frischen Luft. Die Sonne steht ja auch mittlerweile schon wieder höher und bringt an windgeschützten Orten schon richtig Wärme mit. Gestern konnten wir (es war trocken mit ein paar Sonnenstrahlen, wie hab ich mich gefreut!) beim Sonntagsspaziergang schon einige Schneeglöckchen, Krokusse und Narzissen sprießen sehen. Der Frühling ist in Sicht!

Damit mich das garderobentechnisch dieses Mal aber nicht so sehr überrascht, will ich jetzt mal ein wenig Gas geben und unsere Kleiderschränke aufstocken. Dazu musste ich erstmal wissen, was überhaupt noch drin ist, und passt. Der Mann hat soweit ich weiß da gerade keinen Mangel, aber die übrigen drei Familienmitglieder dafür umso mehr. Luftiges für warme Tage, Jacken zum Drüberziehen und ein paar Teile, um auch Regenwetter zu trotzen. Beim Aufstocken achte ich darauf, vor allem bei mir selbst, keine Farbexperimente durchzuführen, sondern meinem Typ gerecht zu bleiben und kombinierbare Teile zu nähen. Ebenso bei den Kindern. Ich finde es sehr nervenaufreibend  nur Stücke im Schrank zu haben, die nicht zusammenpassen. Und dann unbedingt heute noch waschen und trocknen zu müssen. Reicht schon, dass manchmal Arbeitskleidung oder Nachwäsche für die Große ausgeht, weil sie länger (durch)schläft, als die Windel hält.

Hier möchte ich jetzt mal Stück für Stück zusammentragen, was es in der nächsten Zeit so zu tun gibt und für wen was im Kleiderschrank fehlt. Bei der Auswahl der Stoffe und Schnittmuster lasse ich manchmal von schon vorhandenen (Lieblings-)Schnittmustern und Stoffen leiten, manchmal suche ich aber auch nach Inspiration im Netz und sehe dann, ob ich es anhand eines meiner vielen Schnittmuster umsetzen kann. Leider habe ich nur im Accessoire- und Kinderbereich viele Schnittmuster, bei Erwachsenenkleidung bin ich noch wählerischer und stocke gerade auf. Wer Lust hat, zu sehen, was mich so inspiriert, kann mal hier, hier und hier nachsehen.

Natürlich weiß ich, dass ich nicht alles, was mir so im Kopf herum schwirrt, in kurzer Zeit nähen kann. Dazu bin ich einfach noch zu sehr Jungmama, die sich an die alltäglichen Herausforderungen anzupassen lernt und verbringe sehr gerne viel Zeit mit der Familie. Daher versuche ich, mir realistische Ziele zu stecken und nicht zu frustriert zu sein, falls ich nicht alles von der Liste schaffe.

Teil 1: Mein eigener Kleiderschrank

In der Vergangenheit habe ich fast ausschließlich für andere genäht, selten blieb für mich selbst die Zeit übrig. Oder die Lust. Mein Kleiderschrank ist jedoch während der Schwangerschaft und jetzt mit der Stillzeit ganz schön leer geworden, und da ich nicht nackt herumlaufen möchte (das wäre auch nicht erlaubt) und auch eine Verantwortung habe, für mich selbst zu sorgen, fange ich mal bei mir an.

Mir fehlt es eigentlich an allem. Ich habe einige Hosen, die nicht passen oder vom ganzen Knien kaputt gehen. Die Qualität meiner Tops hat sich auch als nicht so toll herausgestellt, sodass sie bereits nach kurzer Zeit trotz sorgsamen Waschens nicht mehr elastisch sind, was vor allem das Stillen schwierig macht. Mein Lieblingscardigan hat Löcher am Ellbogen (den muss ich noch mit Flicken versehen), und da könnte auch noch ein alltagstauglicher hinzukommen. Pullover, die nicht zu kurz sind, habe ich glaube ich - keinen. Eine dünne Jacke habe ich, aber etwas für kühlere Frühlingstage wäre noch toll. Und passende Schals oder Tücher. Ich bin wahrscheinlich weit weit unterm Durchschnitt, was die Menge meiner Kleidung angeht. Ich hoffe, ich brauche nicht auch noch Schuhe!

# 1: Kleid mit kurzen Ärmeln

Mein Frühlingskleid soll eine Toni von Milchmonster werden. Das Schnittmuster habe ich hier schon einmal gebraucht für mein Schwangerschaftskleid. Da die Rückbildungsgymnastik langsam Früchte trägt, soll es diesmal ohne Raffung am Bauch werden, über die Ärmel bin ich mir noch nicht ganz sicher. Ich tendendiere zu Flügelärmeln, sodass ich es im Sommer auch tragen kann, im Frühjahr eben mit Jäckchen drüber. Allerdings werde ich das Schnittmuster noch ein bisschen an meine Maße anpassen, da es mir an manchen Stellen noch nicht gut genug sitzt.

Schnitt: Toni von Milchmonster
Stoff: Free in der Farbe mint (Lillestoff, enemenemeins), gekauft in diesem kleinen schönen münsteraner Laden

# 2: Pullover

Das wird eine noch etwas größere Herausforderung. Ich möchte einen Raglanpulli nähen, einen rauchblauen Sweatshirtstoff habe ich auch schon, aber noch kein Schnittmuster. Ich neige dazu, mir aus dem abgeänderten Toni-Schnittmuster einen zu konstruieren. Er soll körpernah sein, ohne Kapuze, dafür aber gut über die Hüften gehen, damit er auch beim Mitspielen auf dem Spielplatz nicht bauchfrei wird (wegen Kälte und eben wegen bauchfrei). Ich hoffe, dass das klappt.

Schnitt: stark abgewandelte Toni
Stoff: Rauchblauer Sweatshirtstoff von hier

# 3: Jeans

In Wolbeck gibt es eine Scheune, in der man supergünstig hochwertige Konkursware erstehen kann. Dort habe ich mir ein Jeansstück von 2,5m Länge für 4 € mitgenommen, aus dem ich einen Ottobreschnitt für eine körpernahe Jeans ausprobieren möchte. Ich weiß es sehr zu schätzen, wenn ich die Jeans ohne Probleme in Stiefel stecken kann und auch beim Radfahren (unsere Hauptfortbewegungsart) nicht erst das Bein hochkrempeln muss.

Schnitt: Ottobre 05/2014
Stoff: Stretchjeans in dunkelblau

# 4: Shirt

Hier weiß ich noch nicht so genau, welchen Schnitt und welchen Stoff ich verwenden möchte. Dass ein Shirt (oder ein paar mehr...) dazu kommen müssen, ist aber klar!

Eine Jacke oder Weste und eine Regenhose wäre auch nicht schlecht, mal sehen, was tatsächlich in der nächsten Zeit zu schaffen ist. Also, ran an den Speck die Arbeit!



Und? Habt ihr auch Pläne für eure Frühjahrsgarderobe? Nähen oder kaufen?





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