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21. Juli 2016

Aus dem Nähkästchen geplaudert: Digitale Abstinenz

In den letzten Wochen habe ich hier wirklich nicht viel geschrieben. Also so "wirklich viel" wie in gar nicht eben drin ist. In den letzten drei Tagen jedoch wurde ich von verschiedensten Menschen auf diesen kleinen, feinen Blog angesprochen. Und zwar auf die positivste Art und Weise. Danke dafür! Danke für die Ermutigung und danke, dass euch gefällt, was ihr bisher gelesen habt.

Und das hat mir tatsächlich mal wieder Anschub gegeben, zu schreiben.

Wisst ihr, ich habe so viele Ideen in meinem Kopf. SO viele. Es ist manchmal kaum auszuhalten ;)! Ich könnte seitenweise schreiben. (Nebenbei bemerkt habe ich mehrere kreative Projekte gleichzeitig laufen: zum ersten Mal gärtnern, ein Stickprojekt, einen Teppich, den ich webe, zum ersten Mal in klassische Kunst eintauchen, Schlafzimmer neu gestalten ... oh es nimmt kein Ende!)

Warum war es dann so still hier? Der Grund ist: Ich bin absichtlich und mit vollem Ernst digital abstinent geworden.

27. Januar 2016

Fastenzeit // 40 Tage Verzicht?


Gerade erst hat es begonnen, das neue Jahr, da ist der Januar auch schon fast wieder vorbei. In den Bäckereien hängen schon länger bunte Luftschlangen, Berliner (oder Krapfen oder Pfannkuchen, je nach Region) gibt es in allen Variationen zu kaufen. Liegen Weihnachten und Neujahr doch gerade erst hinter uns, die Schlemmzeit schlechthin, darf man sich doch auch wohl noch diesen Leckereien hingeben. Und dann, ab Aschermittwoch, wird hart gefastet. Süßigkeiten und Kalorienreiches, versteht sich. Damit im Sommer auch wieder ohne Schamgefühl das Freibad betreten werden kann.

Ich glaube, dass es so aber gar nicht gedacht war. Harte Selbstdisziplin einfach um der Disziplin wegen kann ich in meiner Bibel so  allerdings nicht finden. Jesus hat immer ein barmherziges Auge für Menschen gehabt, vor allem für jene, die große Probleme hatten und haben. Wenn jemand sich über die Feiertage und die Karnevalszeit nicht im Griff hat, liegt das Problem wohl tiefer - und das Fastenmüssen ist eine sich selbst auferlegte Last, die derjenige dann meist ganz schnell wieder ablegt, und weitermacht wie bisher. Unglücklich und jetzt auch noch enttäuscht über sich selbst.

Vielleicht hast du ja gar kein Problem mit dem Essen - schätze dich glücklich und danke deinen Eltern! Aber es gibt möglicherweise andere Dinge, an denen dein Herz hängt. Die du nicht lassen kannst, auch wenn es gut für dich oder andere wäre. Das können aber auch Verhaltensweisen sein, die an sich betrachtet, gar nicht schlecht sind, aber einen zu großen Stellenwert in deinem Leben eingenommen haben. Könntest du es einfach sein lassen, vierzig Tage lang?
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