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15. März 2016

Nähen // Meine erste "Milla" von Lybstes und ein Fazit zum Schnitt



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Mein erstes Probenähen ist zu Ende gegangen, und es hat richtig viel Spaß gemacht. Es war eine supernette Gruppe von immerhin 55 Näherinnen, die das neue Lybstes-Schnittmuster auf Herz und Nieren getestet haben. Auch ich wurde vom Milla-Fieber gepackt und habe mittlerweile 4 (!) Ballonkleidchen genäht, eines davon wurde bereits verschenkt... Und nicht nur ich habe so viele genäht. Einige der tollen Frauen haben vier oder fünf fertige Millas liegen und denken noch gar nicht ans Aufhören, der nächste Stoffmarkt wird schon herbeigesehnt, um die nächsten Kombis zu nähen.

Aber warum macht der Schnitt so süchtig? Das liegt zunächst an der Vielfältigkeit und Wandelbarkeit. Man kann nach Lust und Laune kombinieren, von dezent bis laut gemustert und knallig war alles dabei. Dazu waren die Kleidchen aber auch noch richtig schnell genäht, je nach Variante gut an einem Abend schaffbar.


Wie ich im letzten Post schon angedeutet hatte, war ich anfangs eher skeptisch, was die Passform angeht. Mimi ist zierlich, die Zeichnung und ersten Bilder vom Schnittmuster sahen nicht danach aus, als würde es ihr gut passen. Kapuzen finde ich manchmal unpraktisch, wenn Oberteil und Jacke eine haben und ich nicht mehr weiß, wohin mit dem Zu-Viel an Stoff. Außerdem mag ich so laute Stoffkombis eigentlich nicht. Trotzdem reizte es mich, mitzumachen. Zur Not konnte ich das fertige Teil ja verschenken an eine von Mimis Freundinnen, denen es besser passte.

Der Anfang mit uns beiden war auch wirklich nicht leicht. Ich beging den Fehler, Stoffe zu kombinieren, deren Dehnbarkeit sehr stark variierten, es passte auf einmal gar nichts mehr. Ich bügelte, legte das SM noch einmal auf, glich an, und trotzdem passte nichts aufeinander. Irgendwann war ich kurz vor Fertigstellung so weit, dass ich am liebsten alles weggeworfen und neu angefangen hätte, auch weil meine Overlock sich immer wieder verhedderte. Gott sei Dank brachte mein Mann mich davon ab und ermutigte mich, es "einfach irgendwie" zusammenzunähen. Es würde am Ende schon passen. Na du hast ja so viel Ahnung vom Nähen, dachte ich. Aber ich habe ihm trotzdem vertraut und es einfach irgendwie zusammengenäht, ohne Rücksicht auf Verluste. Das fertige Kleidchen war so sehr in sich verdreht :-D


ABER...



Dann habe ich das Kleid meiner Mimi angezogen. Es passte einfach
super, ich war restlos begeistert. Von den Farben, von der Passform, vom Schnitt. Es wurde sofort mein Lieblingskleidchen und bestand den Alltagstest mit Leichtigkeit. Abgesehen davon, dass man es manchmal wieder runter ziehen musste, machte es jede Bewegung ohne Probleme mit, es hielt warm, aber nicht zu warm, mit Strumpfhose und Leggins war mein Kind bereits gut angezogen und ich musste mir keine Gedanken mehr über Mütze oder Halstuch machen, da die hochgezogene Kapuze alles schön abdeckt. Hätte ich bestimmt sowieso wieder vergessen. Stilldemenz und chronische Überforderung. Ich habe jetzt übrigens gehört, dass die Stilldemenz wieder nachlässt, wenn das Kind 18 ist. Dann hab ich ja noch Hoffnung, es ist noch nicht zu spät... :-D



Mimi liebt ihr neues Kleidchen. Die "Ta-che" an der Seite wird ständig genutzt. Noch habe ich darin auch nichts gefunden, was ich ekelig fände, Würmer und Schnecken zum Beispiel. Aber vielleicht ist sie dafür auch noch ein bisschen zu klein...


Mein Fazit: (M)ein neuer Lieblingsschnitt. Ich werde ihn defintiv auch einmal für Neni ausprobieren und in einigen anderen Farbvarianten! Wie gut, dass Sonntag Stoffmarkt ist...


Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist, findet das Schnittmuster HIER bei Lybstes.


Verlinkt bei: sew mini, Handmade on Tuesday, Kiddikram, Meitlisache

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