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16. Februar 2016

Nähen // Mein Spätwinterprojekt: Frühlingsgarderobe Teil 2 (Neni)


Das war ja wohl nichts. Da dachte ich bei dem wunderschön warmen Wetter vorletztes Wochenende, wir würden mit großen Schritten auf den Frühling zuspurten. Jetzt ist es aber selbst im sonst so verregneten Münster noch einmal richtig kalt geworden. Es hat geschneit und gefroren, dafür scheint nun wenigstens die Sonne und hinter der Scheibe ist der Frühling gefühlt auch nicht mehr so weit weg.


Bis der Frühling tatsächlich kommt, habe ich auch noch einiges zu tun. Leider komme ich jetzt erst dazu, euch weiter in meine Pläne einzuweihen. Die Kleinen waren bzw. sind krank und anhänglich, und das bisschen Zeit, was ich noch hatte, habe ich dann lieber zum Nähen genutzt als zum Schreiben. Denn Worte kann ich mir schlecht anziehen...

So ist das im letzten Beitrag der Serie angekündigte Jerseykleid schon fast fertig und das erste Set für die Kleinste auch. Leider musste ich ein Projekt schon wieder verwerfen, weil der Stoff qualitativ so schlecht war, dass er nach den ersten Nähten in die Tonne wanderte. Gott sei Dank war das in meinem Repertoire der einzige...

Wer noch einmal lesen will, was ich für mich so plane, findet den Beitrag hier. Ansonsten geht es jetzt mit Kind Nr. 2 weiter.

Teil 2: Neni

Eigentlich sollte man meinen, dass ich nach Mimi einen mehr als vollen Kleiderschrank für Neni hätte. Eineinhalb Jahre Unterschied, beides Mädchen... Denkste. Neben der Tatsache, dass es sich um ein Winterkind und ein Sommerkind handelt, wachsen die beiden so unterschiedlich schnell, wie sie sich auch charakterlich unterscheiden. Während ich Mimi alle Größen weitaus länger anziehen kann als in Monaten angegeben, hält sich Neni eher an die Vorgaben oder unterschreitet sie sogar noch. Das aber nur in der Länge, die meisten Klamotten in ihrer Größe sind ihr viel zu weit. Vor allem die bereits getragenen.

So habe ich also Schnitte gesucht, die schmal genug für sie sind. Trotzdem sollen sie genug Bewegungsfreiheit bieten für ihren wachsenden Bewegungsdrang - sie macht große Fortschritte vom Robben in Richtung krabbeln - und auch im Tragetuch nicht stören. Dehnbare und nicht zu feste Stoffe werden also bevorzugt.

# 1: Jeggins

Ich bin für die Kinder ein großer Fan von Leggins, weil sie einfach jeden Spaß ohne Probleme mitmachen, wenn sie gut sitzen. Allerdings finde ich für draußen Jeans schöner, einfach weil sie robuster sind und mehr nach Kleidung für draußen aussehen. Jeggins sind da eine tolle Kombination. Der Denimjersey von Lillestoff ist von etwas festerer und wärmerer Qualität, aber genauso dehnbar und bequem wie normaler Jersey. Da ich aber nicht so große Lust hatte, einen richtigen Jegginsschnitt mit Unterteilung am Po, angedeuteten Taschen usw. zu nehmen, habe ich mich für einen normalen Legginsschnitt entschieden, und zwar für den von Minikrea (mit dabei beim Onesie).

Die Hose war ruck zuck fertig, und scheint auch bald zu passen. Statt einem Rippbündchen habe ich ein Gummi in den Bund eingezogen. Davon werde ich nach dem Testen bestimmt noch die eine oder andere nähen (eine Hose ist ja ein bisschen wenig...).

Schnitt: Minikrea (Onesie)
Stoff: Denimjersey von Lillestoff, gekauft bei Stoff und Zugenäht in Münster

# 2: Schmales Shirt mit Applikation

Auch schon fertig ist das erste Shirt für die Kleine. Und es passt super! Schön schmal, hinten etwas länger geschnitten. Eigentlich wollte ich das Schnittmuster gar nicht verwenden, aber jetzt ist es, glaube ich, zu einem meiner Lieblinge aufgestiegen. Wie das manchmal so ist... Auch hiervon werden noch ein paar folgen.

Schnitt: Raglanshirt aus der Ottobre 1/2016
Stoff: pink-rosa-Ringeljersey und Stoffreste aus dem Bestand

# 3: Jersey-Jeanskleid

Auch in der neuen Ottobre ist ein Schnitt für ein supersüßes Trägerkleid aus Denimjersey. Eigentlich finde ich Kleider erst ab dem Laufalter wirklich praktisch, aber ich glaube, hier kann ich nicht widerstehen. Es sieht einfach zu süß aus!

Schnitt: Jersey-Trägerkleidchen aus der Ottobre 1/2016
Stoff: Denimjersey von Lillestoff, gekauft bei Stoff und Zugenäht in Münster

# 4:  Eulen-Overall

Bereits für den Herbst hatte ich für Neni einen Overall aus einem Wintersweat in grau mit weißen und pinken kleinen Eulen angefangen. Er war ihr allerdings viiiieeeel zu weit. Jetzt ist er eigentlich schon zu kurz, aber ich werde einfach noch ein Bündchen an die Ärmel und Hosenbeine annähen und ihn so verlängern. Gefüttert war er auch noch nicht, sodass ich das jetzt nachhole. Ich liebe es übrigens, wenn liegen gebliebene Projekte endlich zu Ende gebracht werden und nicht mehr als Punkt auf der To-Do-Liste stehen und Platz wegnehmen.

# 5: Mütze und Halstuch

Passend zu dem Overall sollen noch Mütze und Halstuch entstehen. Ein schönes Halstuch-Schnittmuster ist auch in der Ottobre 1/2016 zu finden, die Mütze dazu gefällt mir allerdings nicht. Ich suche was mit Ohren... mal sehen.

Und da die kranken Kinder nun wieder wach sind, müsst ihr leider auf weitere Fotos verzichten. Bald seht ihr die ersten Ergebnisse...

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