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21. Juli 2014

Streuselschnecken!

Nachdem mich Janine nun schon so lieb vorgestellt hat, ist es wirklich an der Zeit, dass ich mich auch mal persönlich zu Wort melde. Liebe Janine, danke für deine willkommen heißenden Worte, wow, und das, obwohl ich noch gar nichts geschrieben habe! Solltet ihr Janine mal in "Echt" treffen: Sie ist tatsächlich so ein Goldschatz!
***

Lasst uns gleich zur Sache kommen: Hefeteig. 
Hefeteig ist für mich wie eine weiße Leinwand: Alles ist möglich! Herzhafte Pizza, süßes Gebäck, Kuchen, Brot, Waffeln, Pfannkuchen - Hefeteig ist einfach toll. Heute, anlässlich des Geburtstags meines Mannes, hab ich mal was ausprobiert, was mich seit meiner Kindheit erfreut: Streuselschnecken! 
Früher ist mein Vater fast jeden Donnerstag ganz früh vor der Arbeit zum Bäcker gegangen und hat uns Leckereien für die Schule mitgebracht. Was war in meiner Brotdose, immer? Ihr ahnt es. Streuselschnecken.


Eigentlich sind es nicht wirklich "Schnecken" im genauen Wortsinn, sondern eher Taler. In meinem Sprachgebrauch heißen sie aber seid meiner Kindheit so. Tut mir leid, das kann ich nicht ändern ;)

Heute verrate ich euch mein liebstes Lieblings-Hefeteig-Rezept, das ich so lange erprobt, daran geschliffen und verbessert habe, bis ich wirklich zufrieden damit war (eine Spur von Perfektionismus war oder war vielleicht auch nicht involviert!). Wichtig finde ich, dass die Hefe schön frisch ist. Dann kann eigentlich (fast) nichts mehr schief gehen. Seid ihr bereit? Dann los!


Streuselschnecken - Rezept für 8 Stück 

 

Zutaten für den Hefeteig:
  • 200 g Weizenmehl + eine gute Handvoll mehr
  • 1/8 Liter Milch, leicht angewärmt
  • 40 g frische Hefe
  • 3 gehäufte Esslöffel Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 50 g sehr weiche Butter (auf keinen Fall kalte aus dem Kühlschrank)
  • 1Ei
Die Milch in einer mittelgroßen Schüssel ganz leicht erwärmen (z. B. in der Mikrowelle). Danach die Hefe hineinkrümeln und den Zucker hinzufügen. Mit dem Schneebesen so lange rühren, bis sich die Hefe und der Zucker aufgelöst haben.
Das Mehl in eine große Schüssel sieben. Salz hinzufügen. Nun die warme Hefe-Milch darübergießen und mit der Hand oder den Knethaken eures Handrührgeräts einarbeiten (vielleicht bin ich da altmodisch, aber ich bevorzuge definitiv Hefeteig mit der Hand zu verarbeiten.) Sobald die Milch zum größten Teil mit dem Mehl verbunden ist, die Butter und das Ei hinzufügen. Nun wird der Teig wieder relativ flüssig und evtl. auch klumpig. Davon nicht abschrecken lassen. Solange zusätzlich geringe Mengen Mehl hinzufügen, bis ein fester, kompakter Teigball entsteht, der sich von selbst vom Schüsselrand löst.
Nun muss der Teig ca. 1 Stunde unter einem sauberen Geschirrtuch an einem warmen Ort ruhen.



In der Zwischenzeit könnt ihr die Streusel zubereiten. Dafür braucht ihr:
  • 125 g kalte Butter (diesmal aus dem Kühlschrank)
  • 150 g Mehl
  • 150 g Zucker
  • 1 Prise Zimt
Die Butter mit den Fingerspitzen in kleine Flöckchen zerrupfen. Mehl, Zucker und Zimt hinzufügen. Zunächst mit den Fingerspitzen, dann mit der ganzen Hand zu einem krümeligen Teig verarbeiten. Relativ schnell und zügig arbeiten, damit die Butter nicht zu warm wird.

Den mittlerweile doppelt so großen Hefeteig zu einer unterarmdicken Rolle formen. Die Rolle quer halbieren. Die Hälfte wiederum halbieren. Die Viertel noch mal halbieren. Jetzt solltet ihr 8 kleine Röllchen haben. Ein Trick, den ich mal von einem Koch gelernt habe: Um perfekte Teigkugeln zu bekommen, schlagt und zieht ihr die Ränder eurer Teigkugel auf die Unterseite der Kugel, anstatt den Teig auf der Arbeitsfläche zu einer Kugel zu rollen. So bekommen die Kugeln eine schöne, glatte Oberfläche. Dann die Kugeln relativ platt drücken (sie gehen noch mal sehr auf im Ofen). Mit etwas Butter bestreichen und großzügig (das finde ich persönlich sehr wichtig!) mit Streuseln bedecken.

Bei 170°C für ca. 35 Minuten backen.  

Wer es süß mag (so wie, ehem, ich), der träufelt noch Zuckerguss über die noch heißen Streuselschnecken. Dafür eine halbe Packung Puderzucker und ca. 2 EL heißes (!) Wasser mit einem Schneebesen verrühren. 


Ach so, übrigens kann man den Hefeteig auch wunderbar für süße kleine Zimtschnecken verwenden. Darüber aber mehr in meinem nächsten Post


Ich liebe einfach schlichtes, unkompliziertes Gebäck. Diese Streuselschnecken fallen definitiv in diese Kategorie. Und da mein Mann diese Schnecken ebenfalls liebt, hab ich quasi immer eine gute Entschuldigung, sie zu backen. Win-win, würde ich sagen!

Übrigens: Eine Tasse Kaffee zur Schnecke ist äußerst köstlich! Los, geht welche backen und ladet eure Freunde dazu ein. Und macht am besten dann gleich die doppelte Menge, denn die leckeren Schnecken sind weg wie nix!


Kaffee und Streuselgebäck - großartig! 
Viel Spaß beim Ausprobieren! Welche Erfahrungen habt ihr mit Hefeteig gemacht?

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