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25. Juli 2014

Herber Schokoladenkuchen für Zartbitter-Fans

Eigentlich wollte ich dieses Rezept schon Anfang der Woche posten, aber da mich Gott wieder zur Ruhe gerufen hat und meine Maus noch ein paar Impfnachwirkungen zu überstehen hatte, wirds heute erst was.
Die Kleine hat schon wieder enorme Entwicklungssprünge gemacht, ihre Gesichtsausdrücke werden immer ausgefeilter und sie kommt schon im Bodenbereich an so ziemlich alles dran, was sie haben will. Und sie probiert gerade gern ihre Stimme aus. In den allerhöchsten Tönen qietscht sie vor sich hin und ist sichtlich vergnügt dabei. Und ich auch :-)

Neben dem Kindaufpassen nehme ich mir aber immer wieder die Zeit zum Backen. Kuchen ist bestimmt nicht die Antwort auf all unsere Probleme. Aber ich liebe einfach die Zeit mit meinem Mann, wenn wir nach seiner Arbeit gemeinsam Kaffee trinken und danach noch ein Ründchen spazieren gehen. Das Strahlen auf seinem Gesicht, wenn ihm beim Betreten der Wohnung schon der Duft frisch gebackenen Kuchens entgegenströmt, ist den Aufwand allemal wert!


Dieser Kuchen ist besonders für Menschen, die Kuchen auch gerne mal nicht so süß mögen. Aber auch für mich nicht so "Bittere" war der Kuchen super, sowohl abgemildert durch einen guten Klacks frische Schlagsahne, als auch pur. Also so gut wie für jeden etwas, vorausgesetzt man mag Schokolade und Nüsse.

Damit ihr nun endlich starten und den Kuchen nachbacken könnt, hier das Rezept. Der Kuchen lebt übrigens vom kräftigen Rühren. Daher kommt seine lockere und weiche Konsistenz, ganz ohne Backpulver aus.

Für 1 Kastenform:


5 Eier
1 Prise Salz
etwas Zitronensaft (ca. 1 EL)
350 g brauner Zucker
300g weiche (zimmerwarme) Butter
300 g Mehl
4 EL Milch
50 g ungesüßtes Kakaopulver
300 g hochwertige Zartbitterschokolade (etwa 64 % Kakaoanteil)
150g gemischte, grob gehackte Nüsse (zB Mandeln, Walnüsse, Pistazien - Allergiker nehmen nur das, was sie vertragen)

Die Schokolade grob hacken und die Hälfte langsam über dem Wasserbad schmelzen. Je nachdem, wie lange euer Ofen zum Aufheizen und ihr zum Vorbereiten braucht, schonmal auf 160° C Umluft vorheizen.

Die Eier trennen. Eiweiß mit Salz und Zitronensaft steif schlagen. Die Hälfte (also 175 g) Zucker einrieseln lassen und so lange weiterrühren, bis sich die Kristalle fast aufgelöst haben und die Masse schön seidig glänzt.



Den restlichen Zucker mit den Eigelben schaumig rühren. Die Butter hinzugeben und gut und kräftig unterrühren. Die geschmolzene Schokolade einrühren.

Mehl und Kakaopulver mischen und, abwechselnd mit der Milch, unter die Eier-Fett-Masse rühren. Ist der Ofen schon auf Temperatur? Falls ihr vergessen habt, ihn einzuschalten, jetzt wäre der passende Zeitpunkt, das nachzuholen.

Nun vorsichtig und behutsam mit einem Schneebesen den Eischnee unterheben. Wenn ihr jetzt zu kräftig rührt, ist die ganze schöne Luft futsch, die den Kuchen so schön locker macht. Also schön vorsichtig vorgehen.

Zum Schluss noch die Nüsse und die restliche gehackte Schokolade unterheben und ab mit dem Teig in die gefettete und ggf. mit Semmelbröseln ausgestreute Backform. Bei 160° C Umluft etwa 60 Minuten backen. Nach 15 Minuten einmal der Länge nach mittig einschneiden. Immer mal wieder ein Auge darauf werfen und Richtung Ende der Backzeit ab und an die Stäbchenprobe machen. Denn der Kuchen sollte herausgenommen werden, sobald er fertig ist, damit er schön saftig bleibt und nicht durch längeres Backen zu trocken wird. Es darf kein flüssiger Teig mehr am Holzstäbchen kleben bleiben, dann ist er fertig.

Die Backzeit hängt stark von der tatsächlichen Temperatur eures Ofens ab. Auch hier kann ich euch nur empfehlen, in ein Backofenthermometer zu investieren, das erspart die lästige Raterei, ob die Temperatur auch richtig eingestellt ist.

Nach 10 Minuten Abkühlzeit den Kuchen vorsichtig auf ein Gitter stürzen.

Jetzt noch schnell den Tisch decken, etwas Sahne schlagen, ein schönes Heißgetränk vorbereiten, und: Genießen!


Noch ein kleiner Tipp: Den Kuchen nach dem Abkühlen mit guter Kuvertüre überziehen, dann bleibt er länger frisch.

Der Zartbitterkuchen wurde übrigens mittlerweile schon wieder abgelöst von Zimtschnecken, die ich gestern gemeinsam mit unserem Nachbarkind gebacken habe. Sie hat uns besucht und sich einfach großartig um meine Maus gekümmert. Total süß! Apropos, unsere Jüngste qietscht grad schon wieder vor sich hin. Ich werde mal zu ihr gehen. Und euch viel Spaß beim Nachbacken!

PS: Lasst mich eure Ergebnisse wissen :-)



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