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24. Juni 2014

Erdbeer-Aprikosen-Limetten-Marmelade



Letztes Jahr hatte ich aus Obstresten eine superleckere Marmelade (Konfitüre?) gekocht, die den Sommer geschmacklich richtig eingefangen hat. Leider ergaben sich daraus bloß wenige Gläser, und nach ein paar Geburtstagen (ich verschenke so gerne Selbstgemachtes) und ein paar anderen selbst geöffneten Gläsern war der Vorrat schon vor Ende des Sommers erschöpft. Als ich dann im Januar Lust auf Erdbeeren hatte, war kein Glas mehr da.

Daher mussten diesen Sommer unbedingt noch ein paar Gläser von dem Aufstrich hergestellt werden, die Frage war nur, wann. Als ich dann beim letzten Wochenmarktbesuch - stilecht mit geflochtenem Tragekorb zwischen all den wunderbaren alten Leuten, die das Gute noch zu schätzen wissen - entdeckte, dass Erdbeeren UND Aprikosen im supergünstigen Sonderangebot waren, musste ich einfach zugreifen, ob ich Zeit fürs Einkochen hatte oder nicht. Tatsächlich bedeutete das Einkochen Arbeit bis in die (wirklich wirklich) späten Abendstunden, aber es hat sich mehr als gelohnt! :-)

Und hier nun das Rezept für etwa 16 Gläser (je 250ml):


etwa 1kg reife Aprikosen
etwa 1,5kg frische Erdbeeren
3 Limetten
1 große Zitrone
2kg Bio-Gelierzucker

Tipp vorweg: Lieber ein bisschen großzügiger einkaufen und ein paar Früchte zum Naschen oder Backen übrig behalten, als dass man hinterher doch weniger hat als man möchte. Denn gerade bei den Aprikosen zeigt sich oft erst nach dem Öffnen, ob sie gut sind oder nicht. Den Rest Erdbeeren zum Beispiel einfach pürieren und in Eiswürfelformen gefüllt einfrieren - so lässt sich im Nu ein Erdbeerjoghurt anrühren, auch außerhalb der Saison.



1. Die Aprikosen entsteinen und schlechte Früchte wegwerfen. Klein schneiden und grob pürieren (ich hatte am Ende noch etwa 800g übrig). Dieselbe Menge Gelierzucker hinzufügen und einige Stunden ziehen lassen - bei mir waren es in etwa 8. Wenn ihr euch gerade fragt, warum ich nicht am nächsten Tag weitergemacht habe: Weil der nächste Tag ein Sonntag war und Sonntag ist eben Sonntag.

2. Die Erdbeeren sind weicher und müssen nicht so lange ziehen. Daher so etwa 2 Stunden vorm Einkochen die Erdbeeren putzen, schlechte Früchte wegwerfen, Druckstellen entfernen und klein schneiden. Auch die Erdbeeren grob pürieren und dieselbe Menge Gelierzucker hinzufügen (hier hatte ich etwa 1,2kg Erdbeeren vorbereitet, sodass ich insgesamt wieder auf 2kg Obst kam).

3. Die Limetten und die Zitrone gründlich auspressen. Den Saft mit beiden Obst-Zucker-Mischungen mischen und nach Anleitung auf der Rückseite der Zuckerverpackung kochen. Bei mir waren es 4 Minuten. Ich erhielt ein für Konfitüre/Marmelade/Wasauchimmer recht flüssiges Ergebnis, was allerdings meiner Meinung nach zu dieser Fruchtkonstellation super passt ;-)

Noch heiß (also wenn möglich sofort!) in sterilisierte Gläser füllen und verschließen. Nach dem Abkühlen sollten sich die Deckel etwas nach innen gezogen haben. Aus Erfahrung kann ich euch nur empfehlen, bei wiederverwendeten Gläsern unbedingt neue Deckel zu verwenden, denn in ihnen bleiben Gerüche auch nach dem Auskochen haften und sie passen beim erneuten Gebrauch häufig nicht mehr optimal. Es wäre sehr schade, wenn nach dem Aufwand viele Gläser doch nicht so lange halten, wie sie sollten, weil sie nicht dicht geschlossen haben (so müssen wir nun gleich drei Gläser innerhalb kurzer Zeit aufbrauchen - so viel Brot kann man gar nicht backen).

Nun noch ein paar selbstgemachte Etiketten aufkleben, denn auch unperfekte selbstgemachte Etiketten sehen hübscher aus als gekaufte. Dazu empfehle ich einen Klebestift, dann lassen sich die Gläser zum Wiedergebrauch ganz einfach wieder reinigen und es bleiben keine hartnäckigen Kleberückstände. Wer mag, oder wer nicht so schöne Deckel verstecken will, legt auf den Deckel noch etwas hübschen Stoff und befestigt ihn mit einem Küchengummi oder einem schönen Band.

Fertig :-)



Meine Empfehlung: Schmeckt ausgezeichnet zu selbstgebackenen Dinkelbrötchen oder Scones, am allerbesten mit Doppelrahmfrischkäse darunter. Und unbedingt ein paar Gläser verschenken, damit sich auch andere daran freuen können! Da kam mir am Wochenende die Idee von einer Tauschbörse für Selbstgemachtes unter Freundinnen und Bekannten, weil ja nicht jeder alles machen kann, aber das ist eine andere Geschichte... ;-)


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